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Giftiges Flammschutzmittel DecaBDE in Tonerkartuschen entdeckt


Original, Rebuilt, Newbuilt – kennen Sie eigentlich den Unterschied? Für alle, die damit bisher nicht so viel zu tun hatten, haben wir die Unterschiede hier einmal kurz zusammengefasst:

Hergestellt von Originalhersteller (z.B. Brother, Canon, HP)
original Tonerkartusche
original Tonerkartusche
  • an viele Auflagen und gesetzliche Bestimmungen gebunden: z.B. im Bereich Arbeitsschutz, Umweltschutz, Materialprüfung
  • gekennzeichnet durch eingegossenes Logo im Plastikgehäuse
  • bei der Stiftung EAR als Inverkehrbringer (und Entsorger) eingetragen


Wiederbefüllte oder wiederaufbereitete Originalkartuschen
Rebuilt Tonerkartusche
Rebuilt Tonerkartusche
  • Austausch von Verbrauchsmaterialien und Ersatz von Verschleißteilen im lizenzrechtlichen Rahmen
  • an die gleichen Auflagen gebunden wie Original
  • erkennbar an vorhandenem, aber durch Aufkleber oder Plastikkappe abgedecktes Logo des Originalherstellers im Gehäuse
  • bei der Stiftung EAR als Inverkehrbringer (und Entsorger) eingetragen
  • z.Bsp. wta GmbH oder Pedro Schöller


Neu produzierte Nachbau-Kartusche
Newbuilt Tonerkartusche
Newbuilt Tonerkartusche
  • meist im asiatischen Raum neu produzierte Kartuschen
  • an keinerlei Auflagen und Gesetze gebunden
  • z.Teil wird im Plastik nachweislich das Flammschutzmittel Decabromdiphenylether verwendet, welches in Deutschland als krebserregend eingestuft und verboten wurde (Lesen Sie dazu…DI)
  • Produkte werden leider oft unter „Rebuilt“ oder „Kompatibel“ angeboten, was ein Betrug am Kunden ist
  • zusätzlicher CO2 –Ausstoß in der Produktion und durch lange Transportwege

 

Wiederverwertung statt Nachbau ?

Damit die Gesundheit auch weiterhin mitspielt, möchten wir auf etwas aufmerksam machen, dessen Tragweite durchaus noch nicht gänzlich absehbar ist. In den Artikeln der „Digital – Imaging“ (kurz: „DI“) vom 17.12.2018 und vom 04.01.2019 wird eindringlich darauf hingewiesen, dass in verschiedenen, wahllos online (über die Plattform Amazon) zugekauften, sogenannten „New-Built – Tonerkartuschen“ das in der EU verbotene toxische Flammschutzmittel „Decabromdiphenylether“ (DecaBDE) eingesetzt wurde. Die vom TÜV Rheinland geprüften Kartuschen kamen allesamt aus dem asiatischen Raum und wurden offenbar jenseits europäischer Richtlinien und Gesetzesvorgaben hergestellt. Hier liegt eindeutig eine gesundheitsgefährdende Situation vor für diejenigen Kunden, welche günstig im Internet, ob bewusst oder unbewusst, nachgebaute Tonerkartuschen einkaufen.

Bei den sogenannten Newbuilt Kartuschen wird im Herstellungsprozess offenbar sehr häufig das oben angesprochene DecaBDE verwendet, welches in der Umwelt schwer abbaubar ist und verdächtigt wird, sich schädlich auf die Embryonalentwicklung auswirken zu können. EU-weit wird dieser Stoff sogar als sogenannter POP (persistant organic potulant, bleibender organischer Stoff) eingestuft. Mit unserer Information möchten wir hierauf aufmerksam machen und eine breitere Öffentlichkeit über diese Situation in Kenntnis setzen, da wir der Ansicht sind, dass dies kein „Industrie-internes“ Problem mehr darstellt, sondern vollständig aufgeklärt werden sollte.

Es ist klar abzugrenzen zwischen den Produzenten von sogenannten „NEW-Built-Kartuschen“ und den „wiederbefüllten Tonerkartuschen“, welche auf die Basis bzw. das Gehäuse und weitere Bauteile des Originalprodukts vom Originalhersteller (OEM) zurückgreifen und diese wiederverwerten. Wohin gegen die New-Built Kartusche komplett aus neuen, selbst hergestellten Plastikteilen besteht.

 

CO2- Belastung

New-Built Tonerkartuschen bezeichnen komplett neu gebaute Tonerkartuschen, die vornehmlich im asiatischen Raum hergestellt werden. Diese Kartuschen hinterlassen einen enorm großen CO2 – Fußabdruck, da komplett neue Komponenten verbaut werden. Es ist somit nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern auch eine große Belastung für die Umwelt. Viele Kunden lassen sich durch den günstigen Preis im Internet täuschen und gehen davon aus, dass hier eine recycelte Kartusche vorliegt, was oft bei sehr günstigen Kartuschen eben gerade nicht der Fall ist. Nur wo dezidiert auf eine recycelte Kartusche hingewiesen wird, ist auch eine recycelte Kartusche drin.

 

Entsorgung?

Ferner sind die Hersteller und die Importeure dieser Kartuschen kaum bei der Stiftung EAR eingetragen, welche dafür sorgt, dass der Inverkehrbringer des elektronischen Produkts auch für dessen Entsorgung gerade stehen muss. Auch hier liegt einiges abfallrechtlich in diesem Bereich im Argen und bedarf konsequenter „Aufräumarbeit“. Selbstverständlich kann eine New-Built-Kartusche auch aus diesem Grund preisgünstiger angeboten werden, da der Hersteller sich nicht an der Entsorgung beteiligt und fleißig immer mehr Plastikmüll produziert. Die Rechnung dafür zahlen wir alle!

 

Unser Fazit

Wir Deutschen trennen feinsäuberlich unseren Müll, verwenden möglichst Mehrwegflaschen, sperren die Innenstädte für Dieselfahrzeuge um die Feinstaubbelastung zu verringern, aber beim Kauf einer Tonerkartusche entscheidet man sich für eine Nachbau-Kartusche aus Fernost? Besser nicht!

Viele von uns sitzen täglich acht Stunden neben einem Drucker, der möglicherweise eine Kartusche aus krebserregendem Plastik enthält. Selbstverständlich liegt es uns fern Panik zu verbreiten. Jeder sollte für sich selbst entscheiden. Wir möchten Ihnen lediglich Informationen und Hinweise zur Verfügung stellen, die Ihre Gesundheit schonen und auf bestehende Probleme aufmerksam machen. Lesen Sie dazu auch die Artikel in der Fach-Zeitschrift Digital Imaging.



Quelle:
- DI Artikel vom 17.12.2018
- DI Artikel vom 04.01.2019


Umweltgerechte
Entsorgung???


Womit andere werben,
SETZEN WIR UM !!!


Stofflich verwertete
2675,922 t
def. Tonerkartuschen.


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